Dies ist ein wichtiger Baustein der im Lette-Verein angebotenen Doppelqualifikation – Berufsausbildung und Hochschulbefähigung.
Die Bibliothek hat sich zum Informationszentrum und Denklabor des Lette-Vereins entwickelt. 17.000 Bücher, 42 Zeitschriften, Rechercheplätze und Arbeitsplätze werden von Schülerinnen, Schülern, Lehrkräften und Mitarbeitern täglich genutzt.
Schon bald nach der Gründung der ersten Schulen im Lette-Verein in den 1870er Jahren wurde eine Bibliothek für Schülerinnen eingerichtet. Diese Bibliothek umfasste neben schöngeistiger Literatur zur Leseförderung auch einen Bestand zur Allgemeinbildung. Unter Milly Cossmann wurde die Bibliothek in den 1920er Jahren um den Unterricht ergänzende Fachliteratur erweitert. Das Selbststudium über den Lehrstoff des Unterrichts hinaus sollte zu Selbständigkeit und eigenem Denken erziehen. Die Bibliothek war Bestandteil einer Infrastruktur, die der Ausbildung und Persönlichkeitsbildung dienen sollte: „Mit allen diesen Einrichtungen, die Hand in Hand mit dem Unterricht gegangen sind und der Wohlfahrt und tiefgründigen Ausbildung unserer Schülerinnen dienen sollten, glauben wir, für sie an Fürsorge und Anregung über die Grenze der Fachausbildung hinaus unser bestmögliches getan zu haben“, heißt es im Jahresbericht von 1926.
Nach dem Krieg bildeten sich Abteilungsbibliotheken, die von Schülerinnen geführt wurden.
Mit dem Neubau des Laborgebäudes in der Geisbergstraße wurde erstmalig eine zentrale Fachbibliothek im ebenerdigen Kommunikations-Pool geplant: um den Hof mit Bänken und Brunnen gruppieren sich Cafeteria, Speisesaal und Bibliothek. Durch die Glaswände ergibt sich ein fließender Übergang von einer Zone zur anderen – hier ist für die körperliche und geistige Nahrung gesorgt. In nun fast 25 Jahren ist diese Bibliothek im Lette-Verein integriert zum Nutzen der Schüler, Schülerinnen und Lehrkräfte aller Abteilungen. Der Bestand an Informationsmedien wird abgestimmt und kontinuierlich entwickelt und ist einer der aktuellsten Fachbuchbestände in Berlin. Der elektronische Katalog ist von allen Rechnern im Hause erreichbar. Die Recherchemittel und Informationsmedien werden unmittelbar für die Ausbildung und den Unterricht genutzt.

