Eine Ausstellung der Abteilung Metallographie und des Studios FINE-ART-FOTOGRAFIE.COM

Zwölf großformatige farbige Bilder eröffnen Einblicke in das Innere von Metallen und anderen Werkstoffen. Hergestellt, um Gefügebestandteile zu interpretieren sind sie technische Bilder und haben gleichzeitig eine ganz eigene Ästhetik. Fotografische Technik, Gestaltungstalent und naturwissenschaftliche Kenntnisse sind in der Metallographie gefragt.

Metallographie – ein spannender Beruf: über 100 Jahre alt und noch immer jung.

Der Lette-Verein wurde 1866 zur „Förderung der Erwerbsfähigkeit des weiblichen Geschlechts“ gegründet, eine Formulierung, die heute ein Schmunzeln hervorruft. Derzeit werden im Berufsausbildungszentrum Lette-Verein junge Frauen und Männer in insgesamt 11 verschiedenen Fachrichtungen ausgebildet. Einen weltweit gefragten Berufe haben die Technischen Assistentinnen und Assistenten für Metallographie und Physikalische Werkstoffanalyse.

Das Berufsfeld Metallografie wurde um 1906 hier am Lette-Verein in Berlin entwickelt und seitdem als besonderer Bereich der Werkstoffwissenschaften fortlaufend aktualisiert und den sich ändernden Berufsanforderungen und Untersuchungsverfahren angepasst.
Untersucht wird der Zusammenhang zwischen der Struktur, also dem Gefüge, den Eigenschaften und dem Herstellungsprozess von Werkstoffen und Bauteilen mit dem Ziel, eine gleich bleibende Qualität und Sicherheit von Produkten zu ermöglichen.
Ursprünglich waren Metalle Gegenstand der Analyse. Heute sind es auch nichtmetallische Werkstoffe und Werkstoffverbunde aus Metall, Glas, Keramik und Kunststoff.

Die Struktur eines Metalls oder anderen Werkstoffs kann nach Präparation und unterschiedlicher Kontrastierung erkannt werden, selten jedoch mit bloßem Auge (außer z.B. bei verzinkten Laternenmasten, Leitplanken). Benötigt werden für die Untersuchung Geräte, die vergrößern können, z.B. Lupen, Lichtmikroskope, Raster-Elektronen-Mikroskope (REM). Die Vergrößerungen werden mit fotografischen Mitteln für Analyse und Dokumentation festgehalten.
Gestaltet für Gefügeinterpretationen haben sie gleichzeitig eine ganz eigene Ästhetik auf dem schmalen Grad zwischen natürlicher Vorgabe und künstlerischer Gestaltung.

Eröffnung: Mittwoch, dem 24. März 2010 um 17 Uhr
Dauer: bis 20. August 2010

Ort: Bibliothek des Berufsausbildungszentrums Lette-Verein, Raum N 003
Eingänge Viktoria-Luise-Platz 6 und Geisbergstr. 34, in 10777 Berlin,
geöffnet Montags bis Mittwochs 9 – 15 Uhr, Donnerstags 9 – 17 Uhr, Freitags 9 – 13 Uhr.

Kontakt und weitere Informationen:
Berufsausbildungszentrum Lette-Verein
Stiftung des öffentlichen Rechts

Christine Hoffmann
Viktoria-Luise-Platz 6
10777 Berlin

Tel. 030 21994 116