Die Geschichte der Abteilung

2006 wurden 100 Jahre Metallographie-Ausbildung im Lette-Verein gefeiert. Viele Absolventen sind in dieser Zeit mit ihrem Abschluss erfolgreich ins Berufsleben gestartet und die positiven Rückmeldungen der Arbeitgeber aus dem In- und Ausland sind Ansporn für weiteres engagiertes Arbeiten.

Das Berufsfeld Metallographie wurde um 1906 hier am
Lette-Verein in Berlin entwickelt und wird seitdem fortlaufend aktualisiert. Ursprünglich war es ein reiner Frauen-Beruf.
Seit der Einführung des Fachabiturs in die Ausbildung interessieren sich auch Männer für diesen Bereich der Werkstoffwissenschaften.

Heute sind nicht nur Metalle Gegenstand der Analyse, sondern auch nichtmetallische Werkstoffe und Werkstoffverbunde aus Metall, Glas, Keramik und Kunststoff.
Untersucht wird der Zusammenhang zwischen der Struktur (Gefüge), den Eigenschaften und dem Herstellungsprozess von Werkstoffen und Bauteilen mit dem Ziel, eine gleich bleibende Qualität und Produktsicherheit zu ermöglichen.
Die Struktur eines Werkstoffs kann nach der Präparation und der Behandlung mit speziellen Chemikalien erkannt werden, aber selten mit bloßem Auge (außer z.B. bei verzinkten Laternenmasten, Leitplanken). Benötigt werden für die Untersuchung Geräte, die vergrößern können, z.B. Lupen, Lichtmikroskope, Raster-Elektronen-Mikroskope (REM).

Die Ausbildungsinhalte werden regelmäßig den sich ändernden Berufsanforderungen und neuen Untersuchungsverfahren angeglichen.
Dies führte 1987 zu der Berufsbezeichnung
Technische Assistentin, Technischer Assistent für Metallographie und Physikalische Werkstoffanalyse.