Lehranstalten für Technische Assistenten in der Medizin und in der Pharmazie
Labor
Radiologie Pharmazie

Unterrichtsfächer

Die 4 Schwerpunktfächer:

Hämatologie
Histologie / Zytologie
Klinische Chemie
Mikrobiologie
Molekularbiologie (fächerübergreifend)

Weitere Lernbereiche:

Chemie/Biochemie, Biologie, Anatomie, EDV/Dokumentation, Statistik, Hygiene, Physik, Erste Hilfe, Physiologie, Psychologie, Berufskunde, Fachenglisch

In allen Fachbereichen findet ein Qualitätsmanagement statt.

1. Hämatologie

In der morphologischen Hämatologie werden Erkrankungen des Blutes durch Zählung und Differenzierung der Blutzellen erkannt. Hochmoderne Durchflußzytometer bestimmen Blutzellen quantitativ und qualitativ. Die Arbeit am Mikroskop ist unerläßlich.
In der Immunhämatologie/Transfusionsmedizin werden Blutgruppenmerkmale ermittelt und die Verträglichkeit von Blutkonserven nachgewiesen. Untersuchungen zum Blutgerinnungssystem kommen in der Hämostaseologie zum Einsatz.

2. Histologie / Zytologie

Die Histologie als Teilgebiet der Medizin und Biologie ist die Wissenschaft von den verschiedenen Geweben des Körpers. Sie findet Anwendung in der Pathologie und Anatomie. Bevor der Pathologe die Gewebeproben, die von OP-Präparaten oder Biopsien stammen, am Mikroskop untersuchen kann, werden sehr dünne Gewebeschnitte hergestellt und je nach Fragestellung mit besonderen Färbemethoden angefärbt.
Die mikroskopische Krankheitsdiagnostik an Gewebeschnitten nennt man Histopathologie. Sie hat ihre Bedeutung z.B.bei der Früherkennung von Krebserkrankungen -bei der Beurteilung ob ein Tumor gut-oder bösdartig ist- und gibt dadurch Hilfestellung zur Therapieplanung.
Bei der Zytologie/Zytodiagnostik handelt es sich um mikroskopische Untersuchung von Zellen, die durch Abstrich oder Punktion gewonnen werden. An den gefärbten Präparaten lassen sich Krebsvorstadien erkennen. Somit hat sie einen wichtigen Stellenwert bei der Früherkennung von Krebserkrankungen.

3. Klinische Chemie

Die Klinische Chemie beschäftigt sich mit der Untersuchung von Körperflüssigkeiten zur Erkennung von Stoffwechselstörungen und Organerkrankungen.
Die angewendeten Untersuchungsverfahren umfassen klassische chemische Analysen sowie physikalische, immunologische und genanalytische Messverfahren.
Hierbei spielt die Automation eine große Rolle.
Neben der Routine- und Notfalldiagnostik gewinnt die Spezialanalytik zunehmend an Bedeutung, wie z.B. die der Tumormarker, Hormone, Drogen und anderer Gifte.

4. Mikrobiologie

In der Mikrobiologie werden mit Hilfe morphologischer Methoden Bakterien, Pilze und Parasiten nachgewiesen. Für die Differenzierung der Bakterien setzt man moderne manuelle und halbautomatische Methoden ein. Zusätzlich erfolgen Empfindlichkeitsprüfungen mit dem Schwerpunkt auf multiresistente Erreger.
Der Nachweis der Viren erfolgt durch Zellkultur und mit Hilfe der Serologie. Serologische Analysen werden von Körperflüssigkeiten durchgeführt, um Antikörper zu diagnostizieren.

5. Molekularbiologie

Die Molekularbiologie umfaßt innovative Methoden, welche die Untersuchungsmöglichkeiten der vier Fachbereiche Hämatologie, Histologie/Zytologie, Klinische Chemie und Mikrobiologie erweitert. Die Molekularbiologie befasst sich mit der Struktur und Funktion von DNA, RNA und Proteinen.
Wichtige Arbeitsfelder sind die Erforschung der Genexpression und Genregulation, um Krankheiten besser zu verstehen und die Wirkungsweise von Medikamenten zu verbessern. Die Entschlüsselung der genetischen Information von Mensch und Tier ermöglicht einen wesentlichen Einblick in die Evolution der Lebewesen.
Molekularbiologische Methoden werden in der modernen biologischen und medizinischen Forschung angewandt, haben aber auch Einzug gehalten in die Kriminalistik und die Lebensmitteltechnologie. Die Palette der dabei angewendeten Methoden ist sehr umfangreich: PCR, Sequenzierung, Klonierungsversuche, Zellkulturen, Blot-Techniken, Proteinnachweise usw.